Konzepte für Ökologische Grünpflege

Schutz vor falscher Nutzung:

Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ist angesichts der zahlreichen Gefährdungen, denen Naturhaushalt und Landschaft durch vielfältige Nutzungsansprüche ausgesetzt sind, zu einer der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit geworden.

Die zunehmende Intensivierung der Nutzung von Grünland führt zwangsweise zu einer Reduzierung der Vielfalt von Lebensräumen und somit zu einer rasanten Abnahme der Vielfalt an Arten. Während Wiesen einst nur extensiv genutzt und 1-2 x im Jahr gemäht wurden, werden sie heute auf großer Fläche intensiv bewirtschaftet, mehrfach im Jahr gemäht oder mit Monokulturen bepflanzt.

Überdüngung:

In vielen Fällen kommen hohe Mengen von Dünger zum Einsatz. Häufige Mahd und hoher Einsatz von Dünger führt zur einer geringeren Artenzahl. Da die im Dünger enthaltenden Nährstoffe, v.a. Stickstoff und Phosphor, spätestens beim nächsten Regen in angrenzende Ökosysteme geraten, ist ein zunehmender Überfluss von Nährstoffen in der Natur die unmittelbare Folge.

Auf die Veränderung des Nährstoffangebots folgt eine Veränderung der Zusammensetzung von Pflanzenarten. Vor allem nitrophile Pflanzenarten, also solche die Nährstoffreichtum bevorzugen, breiten sich aus und verdrängen andere Arten.

Im Grünland ist dies anhand der Abnahme der Blütenvielfalt zu erkennen. Dominanzbestände von Gräsern wie z.B. Glatthafer verdrängen bunt blühende Wiesen von Witwenblumen, Flockenblumen und Glockenblumen. Vor allem für Insekten, Käfer und Schmetterlinge bedeutet diese Entwicklung eine Abnahme des Angebots an Nährstoffen, Nistplätzen und Nistmaterial.

Einsatz von „Pflanzenschutzmitteln“
Hinzu kommt ein zunehmender Einsatz von Giften zur Schädlingsbekämpfung, was ebenfalls zu einer Abnahme der Artenzahl und Populationsgrößen führt. Selbst in Privatgärten wird zunehmend von Dünger und Pflanzenschutzmitteln Gebrauch gemacht.

Strukturreichtum:
Je strukturreicher und kleinräumiger eine Fläche ist, um so mehr Arten finden dort Nistplatz, Baumaterial und Nahrung. Dazu gehören naturnahe Hecken, Wälder mit ausgeprägter Krautschicht, Einzelbäume, Freiflächen,  sich abwechselnde Standorte mit dichter und lückiger Vegetation, meandernde Bachläufe und stehende Gewässer, von denen einige hin und wieder trocken fallen.

Auswirkung auf das gesamte Ökosystem
Eine Abnahme der Populationsgrößen und Artenvielfalt von Insekten, hat eine negative Auswirkung auf Insektenfressende Vögel und Säugetiere. Die Artenvielfalt nimmt somit insgesamt ab.

Deshalb ist es notwendig jede Fläche zur Verbesserung des Naturhaushalts zu nutzen, die nicht häufig gemäht, gedüngt oder in anderer Weise genutzt werden muss.


Rechtliche Grundlagen
Aus diesen Gründen schreiben die Naturschutzgesetze aller mitteleuropäischen Länder vor, dass Natur und Landschaft so zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln sind, dass folgende Faktoren auf Dauer gesichert werden (vgl. BNatSchG §1+ 2):

  1. Die Leistungs- und Funktionsfähigkeit der des Naturhaushaltes,
  2. die Regenerationsfähigkeit und nachhaltige Nutzungsfähigkeit der Naturgüter,
  3. die Tier- und Pflanzenwelt einschließlich ihrer Lebensstätten und Lebensräume,
  4. die Vielfalt, Eigenheit und Schönheit sowie der Erholungswert von Natur- und Landschaft

Unsere Leistung:

Gerne betrachten wir Ihre Grünflächen und erarbeiten in Zusammenarbeit mit Landschaftspflegern und Gärtern Ihrer Wahl, ein optimales Konzept zur Pflege. Auch für Flächen mit zusätzlicher Komplexität z.B. durch Industrieanlagen finden wir die Ideale Lösung für Sie und die Umwelt.